VW T6 Ferien auf Korsika

Aufgrund des schlechten Wetters in der Schweiz, haben wir uns spontan entschieden unsere Sommerferien auf Korsika zu verbringen.  

Wir haben auf Mister Ferry unsere Fähre gebucht und für den Freitag einen superguten Preis (CHF 165.– mit Aussenkabine) ergattert. Die Fähre buchten wir bei Moby, die um 09:00 Uhr von Genua starten und um 14:00 Uhr in Bastia ankommen soll. 

Anfahrt nach Korsika

Am Donnerstagabend, um 23:00 Uhr sind wir losgefahren. Von zu Hause aus ging es via Vevey – Martigny über den grossen St. Bernhard ins Aostatal und von dort aus nach Genua. Dies hat alles sehr gut geklappt. Wir waren bereits um 05:00 Uhr morgens in Genua am Hafen. Leider öffnete der Hafen erst um 06:00 Uhr. So sind wir eine Stunde ohne Klo oder sonst etwas vor verschlossenen Toren gestanden. Ich empfehle nicht vor 06:00 Uhr beim Hafen zu sein, da es keinen Sinn macht.  

Anschliessend konnten wir ziemlich genau um 06:00 Uhr in den Hafen fahren und führten das Check-in durch. Beim Check-in mussten wir die Reservationsbestätigung, die Pässe/ID’s und die Covid-Zertifikate vorweisen. 

Da wir das erste Mal mit der Fähre unterwegs waren, wussten wir nicht, dass es vom Anlegen der Fähre bis zur Abfahrt doch eine Weile dauert. Unsere Fähre kam mit fast einer Stunde Verspätung an und schlussendlich haben wir fast vier Stunden draussen gewartet. Da nächste Mal werden wir unser Dachzelt öffnen und dort relaxen. 😊  

Mit zwei Stunden Verspätung ging es richtig Bastia. Dies hat sehr gut geklappt. Die Kabinen waren sauber und zweckmässig. Es hat meinen Ansprüchen völlig gereicht.  

San Damiano, Biguglia

Von zu Hause aus haben wir unsere ersten zwei Nächte auf dem Campingplatz San Damiano in Biguglia gebucht.  

Der Campingplatz liegt ca. 15 Fahrminuten südlich von Bastia und ist direkt am Meer. Der San Damiano ist in einem Pinienwald und verfügt über einen eigenen Strandabschnitt, der alles anderer als überfüllt ist. Neben dem Strandabschnitt besitzt der Campingplatz einen oder mehrere Pools (wir haben diese nie benutzt) und eine Animation, welches wohl die vier Sterne ausmacht. Die Sanitäranlagen sind sauber und werden regelmässig geputzt. Leider, wie fast überall auf der Insel, muss man das eigene Klopapier mitnehmen und es gab keine Klobrille. Für mich war dies sehr gewöhnungsbedürftig. Wieso dies so ist, habe ich bis heute nicht herausgefunden.  
Unser Platz war okay. Wir waren etwas näher an der Strasse, welches uns am Anfang etwas gestört hat. Ebenfalls gewöhnungsbedürftig war, dass bis spät am Abend noch Personen angekommen sind und die Animation bis ca. 23:00 mit Musik den ganzen Campingplatz unterhalten hat. Aber dann war mehr oder weniger Ruhe. Ebenfalls liegt der Platz in der Anflugsstrecke des Flughafens von Bastia.  Der letzte Flieger kommt um ca. 23:00 Uhr an. Die ersten starten um 07:00 Uhr plus minus. Die Flüge am Morgen haben wir jedoch nicht gehört. 
Da wir relativ müde und zufrieden mit dem San Damiano waren, haben wir um zwei Nächte verlängert. Wir genossen die ca. 2 Minuten Wegzeit bis zum Strand und dieser sehr viel Platz bot. Am Strand gab es ein Restaurant, welches wir nicht bewerten können, da wir dort nie essen oder etwas trinken waren. 

Wir zahlten pro Nacht 43 Euro, in der Hauptsaison für die Komfortkategorie.  

Es hat ebenfalls einen eigenen Supermarkt vor Ort, der nicht ganz günstig ist. Aber ein grosses Sortiment mit allem möglichen Lebensmittel und Souvenirs hat. 

Camping Calamar, Cervione

Nach diesen paar Tagen Erholung haben wir am Vortag auf dem Camping Calamar, in Cervione einen Platz reserviert.  Die Reise von Biguglia nach Cervione dauerte etwas mehr als eine Stunde. Wir haben in San Nicolao einen Ausflug in die Hügel (Naturschutzgebiet) gemacht, um die Aussicht zu geniessen. Die Gegend ist noch ziemlich ähnlich wie Biguglia. Es war wunderschön von der Höhe über Cervion und die Umgebung zu Blicken und das Meer zu bewundern. 

Anschliessend ging es zum Camping Calamar. Der Campingplatz ist “überdacht” mit Olivenbäumen und direkt am Meer. Der Camping hatte neue Sanitäranlagen (mit Klobrille) und ebenfalls einen Strand, der etwas kleiner als in Biguglia war. Dieser war aber dennoch schön. Das Geschirr kann man mit Meerblick abwaschen 😊. Es ist “nur” ein zwei Stern Campingplatz ohne Animation und Shop. Ein Einkaufszentrum ist jedoch ungefähr 5 Minuten vom Camping entfernt. Auf dem Campingplatz gab es eine Bar und am Strand eine Pizzeria. Die Pizzas waren superlecker und konnten auf den Campingplatz mitgenommen werden. Wir waren total glücklich unter den Olivenbäumen und der Camping war genau das Richtig. Es war alles sehr friedlich und die Landschaft so idyllisch. Zirka ab 22:30 Uhr kehrte Ruhe auf dem Campingplatz ein. 

Wir hatten unsere Fahrräder mitgenommen und sind parallel von der Hauptstrasse auf einer schönen für Velofahrer und Fussgänger gekennzeichnete Strecke Richtung San Nicolao gefahren. Eine Nacht kostete 20 Euro, welches absolut ein fairer Preis ist. 

Camping des îles, Bonifacio

Nach drei Nächten ging es für uns auch wieder weiter Richtung Süden nach Bonifacio. Wir haben einen Zwischenstopp am Hafen von Porto Vecchio gemacht. Wir fanden den Hafen nicht speziell schön. Aber die Stadt muss sehr malerisch und einen Besuch wert sein. Nach einem Eis ging es weiter Richtung Bonifacio. Bonifacio liegt auf einem Felsen sieht von der Ferne wunderschön aus. Wir hatten keinen Campingplatz gebucht und hofften, dass wir auf dem Camping des îles  , in Bonifacio, bei den wunderschönen Sperone Buchten, einen Platz finden. Wir haben am Vortag angerufen und wurden informiert, dass dieser Campingplatz nicht buchbar sei. 

Als wir auf dem Campingplatz angekommen sind, hatten wir keine Probleme einen Platz zu buchen bzw. wir haben ein Holztafel mit einer Nummer gekriegt und wir konnten uns einen freien Platz aus und bleibt so lange wie ihr wollt. Wir waren etwas überrumpelt. Aber am Schluss hat es nicht schlecht geklappt. Wir mussten zwar den ersten Platz wieder freigeben, da keine Stromsteckdose frei war. Nach dem zweiten Versuch hatten wir Glück.  
Jedoch muss ich dazu sagen, dass wir nahe an der Strasse unserem Stellplatz hatten und diese nicht ruhig war. Gerade Motorradfahrer nutzen diese Strecke gerne und nehmen auch in der Nacht oder am frühen Morgen nicht Rücksicht. Mit dem VW Bus war die Platzsuche nicht all zu schwierig. Aber sehr viele Plätze waren alles andere als gerade, welches mit dem Zelt problematisch sein könnte. Der Platz hat vier Sterne inkl. Einem Pool, einer Bar, Minigolf und ein kleiner Lebensmittelladen mit den nötigsten Lebensmittel und an eine Animation mag ich mich nicht erinnern. Punkt Animation bin ich mir aber nicht sicher.  Die Sanitäranlagen waren veraltet aber plus minus sauber. Neben dem Campingplatz war eine grosse Golfanlage. 

Ein Nachtteil war bei der Lage des Campingplatztes, dass man rund 10 Minuten zum Meer laufen mussten und anschliessend war klettern angesagt, da es sehr felsig ist. Nach ca. 3 Minuten klettern war man auf einem sehr schmalen und nicht sehr schönen steinigen Strandabschnitt. Danach mussten wir nochmals ungefähr 10 Minuten laufen und wir kamen  bei der Bucht petit Sperone an, welche atemberaubend ist. Das Meer ist klar und der Sand weiss und fein. Wie aus dem Märchen. Eine steile Steintreppe und ca. 30 Minuten weiterlaufen, kommt man zur Buch grand Sperone. Auch diese ist wunderschön. Bei beiden Buchten sieht man Sardinien.  
Wenn man umständliche Fusswege in Kauf nehmen will, wird man mit wunderschönen Buchten belohnt, die aber gut besetzt sind.  
Am nächsten Tag haben wir eine Fahrradtour zu einer militärischen Anlage und Bunker aus Kriegszeiten gemacht. Wir mussten mit den Fahrrädern einige Meter aufwärtsfahren, wurden aber mit einer wunderschönen Aussicht auf Bonifacio, Buchten und Sardinien belohnt.  Nach zwei Nächten ging es auch schon wieder weiter nach Calvi.  

Wir zahlten auf dem Camping des îles 30 Euro pro Nacht. 

Strand petit Sperone
Im Hintergrund Bonifacio

Camping Paduella, Calvi

Wir durchquerten die Insel von quasi untersten Punkt bis in den Norden an die Westküste. Die Fahrt war wunderschön. Ungefähr zwei Stunden durquerten wir ein Naturschutzgebiet und sahen die schöne Stadt Corte. Dieses Naturschutzgebiet ist im Norden und wohl einer der einzigen Möglichkeiten von der Ostküste aus nach Calvi und Iles Rousse zu kommen. Es gibt diverse Campingplätze im Naturschutzgebiet, welche von der Lage her sehr schön sind. 

Strasse aus dem Naturschutzpark Richtung Calvi

Nachdem wir da Naturschutzgebiet verlassen hatten, wurden wir mit wunderschönen Stränden und einer felsigen Landschaft belohnt. Îles Rousse besitzt malerische Strände, die uns an die Buchten von Sperone, in Bonifacio erinnerten. 

Wir haben auch hier den Campingplatz nicht gebucht, uns jedoch am Vortag für den Camping Paduella, in Calvi entschieden. Dieser Campingplatz hattte das gleiche Prinzip wie in Bonifacio. Wir konnten einen Platz aussuchen und fanden einen schönen grossen Platz, der diesmal auch flach war. 😊 Die Sanitäranlagen waren okay aber auch etwas älter. Es gab ein Restaurant und ein Kiosk mit kaum Lebensmittel. Die Pizzen vom Restaurant waren sehr lecker und empfehlenswert. Zirka 10 Laufminuten entfernt war ein grosser Lebensmittelladen.  
Der Strand war 5 Minuten entfernt.  Aber klein und total überfüllt.  
Der Platz hat drei Sterne. Einen Pool haben wir nicht gefunden. Der Campingplatz war der erste, welcher direkt in der Stadt war und so mussten wir Discolärm bis morgens um 2 oder 3 Uhr in Kauf nehmen. Die überfüllten Strände und der Discolärm haben dazu veranlasst, dass wir bereits nach zwei anstatt drei Nächten Calvi verlassen haben.  

Für den Campingplatz haben wir ungefähr 32 Euro pro Nacht bezahlt. 

Da wir zwei Tage später die Fähre wieder zurück nach Genua von Bastia nahmen, haben wir bereits bei der Abreise in Biguglia auf dem Campingplatz San Damiano, die letzte Nacht reserviert. Aufgrund der früheren Abreise von Calvi mussten wir hoffen, dass wir bereits eine Nacht früher einen Platz erhalten.  Dies hat glücklicherweise geklappt. Da ich euch den Platz schon oben beschrieben habe, steht nun die Rückreise an. Unser Platz diesmal war etwas näher am Meer und hat uns sehr gut gefallen. 

Somit ging es nach 14 Tagen wieder zurück nach Bastia zum Fährenhafen. In Bastia mussten wir 90 Minuten vor Abfahrt der Fähre eintreffen. Nach dem Check-in konnten wir durch ein Drehtor die Wartezeit in der Stadt verbringen. Dies haben wir auch gemacht und gingen Eis essen. Wir sind wieder für denselben Preis mit der Moby Fähre zurück nach Genua gefahren. Unsere Fähre war ab 15:00 Uhr ab Bastia mit Ankunft um 20:00 Uhr in Genua geplant. Dies hat diesmal wunderbar geklappt. 

Die Abläufe in den Fährenhäfen sind manchmal nicht ganz klar und bleibt am besten locker und hat Geduld. Es wirkt alles sehr chaotisch. Aber zum Schluss hat bei uns alles geklappt. 

Wir kamen pünktlich in Genua an und haben uns ausgeruht auf unsere Rückreise begeben.  

Ich hoffe euch hat der Reisebericht gefallen und ich konnte euch einigen Eindrücke von Korsika mitgeben. 

Alles liebe  und schöne Ferien 🙂

3 Kommentare zu „VW T6 Ferien auf Korsika

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