Endometriose: MRT Ergebnisse und Visanne

Am 10. Juli habe ich meinen letzten Blog zum Thema Endometriose geschrieben . Wurde am 2. Juni mit als Endometriose Verdachtsfall diagnostiziert und habe seit dem 21. Juli die offizielle medizinische Bestätigung, dass ich Endometriosen Patientin bin. Für alle Leser, die gerne wissen möchten wie meine Erstuntersuchung war und es mir danach erging, können meine oben verlinkten Blogs lesen. 

Auf meinem Instagram Account we.endo.warrios poste mehrmals wöchentlich (momentan täglich) wie ich die Visanne erlebe und wie es mir sonst als Endometriosen Patientin geht. 

Vor rund einem Monat (am 10. Juli) habe ich das erste Mal die Visanne genommen. Mit der App MyTherapy habe ich sichergestellt, dass ich die Pille immer zum selben Zeitpunkt nehme und dies nicht vergesse. Die ersten Tage habe ich nicht viel bemerkt. Mir war wichtig, dass ich am 12. Juli nicht meine regulären Tage habe und zitterte mich durch diese Tage. Die Blutungen waren nicht sehr stark und somit war dies beim MRT kein Problem. Am 15. Juli hatte ich meine zwei letzten Prüfungen vor den Sommerferien und auch hier musste ich fit sein. Der Stress vor der ersten Visanne Einnahme war somit nicht klein.

Erstes Endo MRT

Doch beginnen wir chronologisch. Am Mittwoch, 12. Juli 2021 hatte ich um 13:30 Uhr mein MRT. Morgens durfte ich bis fünf Stunden vor dem MRT etwas essen. Wäre es vor 10:00 Uhr gewesen, hätte ich nüchtern bleiben müssen. Ich weiss nicht, ob die MRT Untersuchungen von Endometriosen überall gleich ablaufen. Ich war in der Uniklinik Insel, Bern.  

Zurück zum MRT. Zirka drei bis zwei Stunden vor dem MRT musste ich zu Hause einen Einlauf machen. Ich hatte eine sehr gute Anleitung und es funktionierte sehr gut. Für mich war es in liegender Position angenehmer. Danach war ich für zirka eine Stunde etwas mit dem Klo beschäftigt. Aber danach war auch gut. Es war nicht schmerzhaft oder sehr unangenehm. Klar, gibt es definitiv schönere Sachen. Aber ich habe mir dies schlimmer vorgestellt. 

Anschliessend ging es zur Uniklinik Insel. Dort wurde ich beim Empfang sehr nett begrüsst und man erklärte mir den Weg. Die Insel ist sehr gut organisiert. Bei der Radiologie musste ich mich nochmals anmelden und anschliessend wurde im mit einem MRT Fragebogen in die Wartezone begleitet. Der Fragebogen ist der übliche, wie ihr kennt. Fragen betreffend, Tattoos, Operationen, Implantate, Schwanger, Allergien etc. musste ich beantworten. 

Nach einiger Zeit kam mich eine Dame vom MRT abholen und hat mir die Umkleide gezeigt. Da meine Scheide und der Darm mit einem Gel gefüllt wurden, bekamt ich Pants. Zuerst fand ich dies alles andere als prickelnd. Aber ich werde noch froh darum sein. Anschliessend wurde ich zum MRT begleitet.  

Einerseits bekam ich eine Buscopan Infusion, dass sich der Darm nicht bewegt. Buscopan ist ein krampfösendes Medikament, welches auch in Tablettenform genommen werden kann. Intravenös (per Infusion) entspannt sich der ganze Körper. Dies kann auch dazu führen, dass man kurzzeitig Herzrasen nach der Infusionsgabe hat. Dies vergehe aber wieder. Ich hatte dies zum Glück nicht. Ich erwähne dies explizit, da ich nicht weiss, ob das Personal diese Nebenwirkung immer kommuniziert. Ebenfalls darf mach bis zu zwei Stunden nach dem MRT nicht Auto fahren, da das Buscopan die Sehfähigkeit einschränken kann. Auch dies habe ich bei mir nicht bemerkt. Jedoch hatte ich einen trockenen Mund. Dies wurde mir ebenfalls als mögliche Nebenwirkung mitgeteilt. 

Nach der Infusion kam der Radiologe und hat mir das Gel zur besseren Darstellung des Darms und der Scheide, mit einem Schlauch eingeführt/eingeleitet. Wie man dem auch immer sagen möchte. Auch dies tat nicht weh. Aber es war auch nicht gerade angenehmen von der Situation, wenn man mit Pants von einem fremden Arzt Gel in der Intimzone verabreicht bekommt. Aber da musste ich durch. Anschliessend wurde ich noch korrekt gelagert und schon ging es ins MRT. 

Nach zirka 40 bis 50 Minuten (von mir geschätzt) war das MRT fertig und ich ging Richtung Toilette mich sauber machen und umziehen. Die Pants waren sehr hilfreich, da das Gel ein wenig ausgelaufen ist. Somit war ich sehr froh um diese. 

Anschliessend ging ich nach Hause und es hiess bis zum 21. Juli auf den Anruf der Ärztin warten. 

Visanne

Mit der Visanne ging es die nächsten zwei Tage gut. Ich spürte eigentlich nichts. Dann kamen die Prüfungen. Durch den Tag ging es mir super und ich ging relativ entspannt an die Prüfung. Zirka fünf Minute vor Ende der ersten Prüfung war mir plötzlich schwindlig und schlecht. Ich habe sofort mit Süssigkeiten und Essen reagiert. Ich versuchte meinen Kreislauf zu stabilisieren. Bei der zweiten Prüfung hatte ich wieder zirka fünf Minuten vor Prüfungsende dieselben Probleme.  

Nach den Prüfungen ging ich auf wackligen Beinen nach Hause. Ich war sehr müde. 

Am Freitag war ich sehr gereizt bzw. erst als meine Nachmittagspläne von meinem Freund leicht über den Haufen geworfen wurden. Aufgrund eines arbeitstechnischen Notfalls musste er eine Krisensitzung führen, die unsere Pläne um zwei Stunde nach hinten verschoben. Anschliessend ging es Richtung IKEA. Aber ja… Wir hatten Stau. Ich war schon zu Hause genervt und gereizt. Im Auto habe ich konstant gemotzt und geschmollt. Man erkannt mich kaum. Das war nicht mehr ich. Als ich die Visanne am Abend wieder nahm, war mir kurz schwindlig. Die Stimmungsschwankungen und die Blutungen hielten an. 

MRT Ergebnis

Am 21. Juli rief mich die Gynäkologin an und teilte mir mit, dass ich sicher drei Endometriosen (Darm, Scheide und eine Zyste in der Gebärmutter) habe. Da ich noch kein Kinderwunsch habe und die Visanne vertrage, möchten sie vorerst nicht operieren. 

Meine Gefühle waren gegenüber dem Verschieben der OP gemischt. 

In der darauffolgenden Woche hielten die Blutungen und Stimmungsschwankungen an. Ich war unsicher und nicht mehr wirklich überzeugt. Doch ich wusste nicht, was ich dem Stress und was der Visanne zuschreiben kann. Aus diesem Grund habe ich entschieden, dass ich mir erst nach dem Urlaub über das Absetzen der Visanne Gedanken mache. 

Das 2021 war die ersten sieben Monate alles andere als schön und ruhig.

Weiter mit der Visanne

Danach standen die Ferien an 😊. Wir haben spontan entschieden, dass wir mit dem Bulli nach Korsika fahren. Ich habe mich gefreut endlich das Meer nach zwei Jahren zu sehen. 

Zurück zur Visanne. Während den zwei Wochen hatte ich Schmierblutungen und Stimmungsschwankungen. Ebenfalls ist mir aufgefallen, dass ich öfters aufs Klo musste und meine Blase sich nie richtig leer anfühlte. Auch hier weiss ich nicht wieviel ich der Visanne zuschreiben kann.  

Die Stimmungsschwankungen hat vor allem mein Freund zu spüren bekommen. Ich war frustriert und geriet teilweise fast in einen Teufelskreis. Während dem Urlaub war ich vor allem morgens gereizt. Ich konnte praktisch nie gut schlafen und wurde immer wieder durch meine, zum Teil schon schmerzende Blase geweckt. Dies geschah zum Teil bis zu viermal in der Nacht. Mein armer Freund war ebenfalls betroffen. Die Haut war mittlerweile eine Mondlandschaft und ich sah aus wie ein Teenager. Der Frust auf die Visanne wuchs. 

Kurz bevor ich eigentlich meine Tage hätte bekommen sollen, spürte ich ein ziepen im Unterleib und war erneut irritiert. In den nächsten zwei Tagen folgte zwei Krämpfe. Jetzt ist Schluss! Ich werde einen Termin vereinbaren und die Visanne absetzen. 

Wie weiter…

Tausend Gedanken gingen mir durch den Kopf. Mir war klar, dass ich ohne Hormone auskommen will. Die Ärzte werden wohl nicht erfreut sein. ABER ich habe zwei Kontraindikationen und mit der Ärztin abgemacht, dass wir die Visannetherapie versuchen. 

Meine Alternativen werden Mönchspfeffer, gesunde Ernährung, Achtsamkeit, möglichst wenig Stress und Sport sein. 

Mir bringt die Visanne leider gar nichts. Ich hatte zwar bis jetzt keinen Hüftschmerzen. Aber diese habe ich genau an zwei Tagen im Monat. Mit der Visanne hatte ich jeden Tag eine Lebesnqualitätseinbusse.  

Neben den obengenannten Symptomen hatte ich eine Weile gelbe Augen, die auf einen zu hohen Bilirubin Gehalt hinweisen, d.h das meine Nieren die Schadstoffe nicht ganz im Griff haben. 

Ob man zeitnah operiert oder nicht, weiss ich noch nicht. Ich werde die nächsten Monate beobachten, wie die Schmerzen und Einschränkungen betreffend der Endometriose sind. Ich verspreche mir viel vom Mönchspfeffer und der Ernährung. Momentan liegt in meiner Gebärmutter noch eine Kupferspirale, die ich im Februar 2020 implantieren liess, da ich keine Hormone vertrage. Vielleicht werde ich diese auch noch entfernen lassen, da sie die Beschwerden verstärken kann. 

An einigen Tagen mache ich mir mehr Sorgen und an anderen geht es mir besser. Mein Partner und ich möchten zirka in einem Jahr uns mit dem Kinderwunsch beschäftigen, da ich bis Juli 2022 studiere. Dies heisst, dass wir uns mal Gedanken machen werden. Aber ich weiss nicht, ob meine Gesundheit dies mitmacht. Dies löst in mir Sorgen aus. Ich möchte nicht, mein Körper über den Zeitpunkt für Kinder bestimmen lassen, sondern ich und mein Partner. Wenn wir jedoch keine andere Wahl haben, werden wir uns hierzu früher Gedanken machen. 

Nochmals zurück zur Visanne. Ich werde die Visanne absetzen aufgrund meiner Unzufriedenheit. Dies ist aber ein individuelles Erlebnis. Viele Leute vertragen die Visanne gut. Da ich eine tiefinfiltrierte Endometriose im Darm habe, kann es gut sein, dass die Visanne nicht mehr hilft. Zu diesem Thema habe ich schon einige Artikel gelesen.  

Jeder muss für sich entscheiden, wie lange der der Visanne eine Chance geben will. Aber monatelang leiden, kommt für mich nicht in Frage. Ich habe das Privileg, dass ich ein normales Leben, trotz Endometriose führen kann. Gerade bei Hormonen möchte ich kein Versuchskaninchen sein. Über die Auswirkungen von Hormonen werde ich sehr wahrscheinlich ebenfalls einen Blog schreiben. 

So meine Lieben… 

Ich wünsche euch ganz viel Mut, Kraft und achtet auf euch. 

Alles Liebe  

Ella  

Ein Kommentar zu „Endometriose: MRT Ergebnisse und Visanne

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