Tag 1/ Day 1

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Brienzersee, Brienz by Ella Q

Nun ist er also da. Mein Tag eins in meinem Krisenexil. Im Blog I’m back habe ich erwähnt, dass ich am Montag, 22. Februar 2021 für ein paar Tage in Berner Oberland nach Interlaken gehe. Auf Rat meiner Therapeutin und auch schon aus eigenen Gedanken habe ich mich entschieden, dass ich aus diesem ganzen Strudel raus muss.  

Seit ca. Mitte Oktober sitzen mein Freund und ich fast nur noch zusammen in der Wohnung, da wir beide im Homeoffice arbeiten. Wir leben in einer 3-Zimmerwohnung in der Altstadt. Ein wunderschönes Privileg. Doch bei Corona sehr einengend. Ich gehe so oft ich kann spazieren um etwas rauszukommen. Da ich aber sehr viele berufliche Termine habe, ist es nicht immer einfach vor 17:00 Uhr Feierabend zu machen. Bis vor kurzem war die Sonne schon längst weg und es nachtete ein.  

Die letzten vier Monate waren sehr schwierig und anstrengend. Ich bin im Oktober 2019 nach doch relativ kurzer Zeit zu meinem Freund gezogen, da ich ein einmaliges berufliches Angebot hatte und so zurück in meine Heimatstadt kommen konnte. Aufgrund meiner Schule, die ich mir selber finanziere, war dies die beste Lösung. Mein Partner hatte eine neue Stelle begonnen und war viel beruflich abwesend. Wir hatten bis zum Lockdown kaum Zeit und Raum uns als Paar kennenzulernen und zu entwickeln. Plötzlich das pure Gegenteil. Wir waren beide nur noch zu Hause. Schule und Arbeit alles nur noch in den eigenen vier Wänden. Wir mussten uns komplett umorientieren und schnell herausfinden, wie wir dies als Paar managen. In der Wohnung konnte ich zu diesem Zeitpunkt keinen Rückzugsort finden oder mir erschaffen. Status heute, werde ich mir diesen einrichten. Über den Sommer konnten wir unsere Beziehung etwas festigen.  

Ich hatte einen neuen Job und war für zwei Monate im Büro und in der Schule vor Ort. Mitte Oktober kam die zweite Welle und ich sass wieder zu Hause. Nach der Jahreswende teilte mir mein Freund mit, dass ich damit rechnen muss ihn ein Monat lang nicht zu sehen. Dies militärbedingt… Alles was sich über die Monate in meinem Kummerfass angestaut hatte, wurde mit dieser Botschaft zum Überlaufen gebracht. Die Krise war da…. Glücklicherweise habe ich etwas später einer Therapie begonnen, die ich zum Voraus organisiert habe. Mir war bewusst, dass ich Unterstützung brauche…  

Nach einigen Tagen konnte ich die Therapie beginnen. Die Ereignisse überschlugen sich zu Hause. Wir versuchten einen Homeoffice Deal (halb vor Ort und halb Homeoffice) zu erhalten, da ich psychisch nicht stabil bin. Lange sah der Deal super aus und wir dachten, dass wir mit Menschen handeln, die uns entgegenkommen. Leider war dies nicht der Fall. Mittlerweile musste ich mich mit diesem Deal abfinden. Wobei ich Glück habe. Alle die den Wiederholungskurs machen, dürfen am Wochenende nach Hause. Aber nach fast einem Monat Kampf und permanenten Nervenkitzel, kann man sich nicht mal mehr über diesen Deal freuen. Aber ich werde diese Zeit überstehen. 

Doch zurück nach Interlaken. Ich kam an und erfreute mich über die schöne Altbauwohnung. Ich schätze das Haus ist zwischen 100- und 150- Jahren. Ich kann es nicht genau sagen. Auf jedenfalls ist es wunder schön. Da ich schlecht im Beschreiben bin verlinke euch doch einfach die Wohnung 😊. Meine „Ferienwohnung“

Nun zum schwierigsten Teil…. Wie war mein erster Tag. Ehrlichgesagt der absolute Horror. Wenn man an Verlustangst leidet und auch nicht geübt ist im Alleine sein, kann dies der absolute Horror sein. Meine zwei Feinde sind die Zeit und ich…. Die Zeit, weil ich zu viel habe…. Und ich… Weil meine Ängste mich immer wieder einholen und ich mindestens schon sechs Mal geweint habe und dreimal meinem Freund am Telefon gesagt habe, dass ich dies hier nicht schaffe. Der Kampf mit mir selber hat begonnen. Der Teil der einfach nicht akzeptieren will, dass ich unabhängig sein kann, dass ich nicht nur aus dem schwarzen Wolf bestehe. Wiese ich hier ein schwarzer Wolf erwähne. Im Buch Mögest du glücklich sein, von Laura Malina Seiler erzählt Laura von einer Indianerweisheit. Die Indianer glauben, dass es einen weissen Wolf gibt, der für Mut, Kraft, Glück, Zufriedenheit, Geduld und für weiter gute Eigenschaften im Menschen steht. Der schwarze Wolf verkörpert die Wut, Angst, Zorn und weiter Eigenschaften des Menschen. Kurz gesagt, der weisse Wolf steht für das Gute im Menschen und der schwarze für das Schlechte. Diese zwei Wölfe kämpfen stetig im Menschen miteinander und das Ziel ist, dem weissen Wolf die Dominanz zu überlassen aber den schwarzen Wolf so zu füttern, dass er Ruhe gibt.  

Mein schwarzer Wolf hat einen guten Job gemacht und mir heute gezeigt, wie sehr ich noch im Ungleichgewicht bin. Ich habe gegen die Situation angekämpft nun noch 3 ½ Tage alleine zu sein. Wäre ja eigentlich keine grosse Sache…. Wäre da nicht, die unerträgliche Stille… Die Angst, dass man nicht schlafen kann, weil man dies schon so oft erleben musste, wenn man alleine war. Dass man momentan eine Stunde entfernt von seinen Liebsten ist. Ich wollte mal weg aus der Stadt und vorhin schluchzte ich, dass ich nur noch zurück möchte. Die Angst vor der Angst vor der Angst…. Ein Scheisskerl! Ein richtiges Biest! 

Wenn ich dies hier so lese, stelle ich mir die Frage wieso meine Angst immer wieder Überhand gewinnt. Wieso muss immer alles zuerst der absolute Horror sein. Ich kann so Vieles aus diesen Tagen machen. Ich arbeite im Homeoffice und habe Homeschooling, somit bin ich morgen beschäftigt. Es sind nur 3 ½ Tage an diesen Tagen kann ich wachsen. Ich kann mich mal wieder ausleben, machen was ich will und dies ohne Rücksicht auf meinen Freund zu nehmen. Lernen ihn zu vermissen und zu schätzen was ich habe. Ich wollte einen Tapetenwechsel. Nun habe ich ihn… Wenn ich dies hier durchziehe werden die fünf Tage alleine zu Hause wohl auch einfacher sein. Vor allem werde ich meine Heimat wieder zu schätzen wissen.  

Hier bin ich bin einer schönen Wohnung in einem schönen Städtchen. Es ist lange her, dass ich mich so mit mir befasst habe. Es ist alles andere als einfach, aber ich möchte es gerne schaffen. 

Sicherlich wird das Schlafen nochmals eine Herausforderung sein. Wobei die grosse Grübelei schon stattgefunden hat. Mal schauen ob ich in diesem Bett schlafen kann. Ein fremdes Bett ohne Partner ist auch nicht immer die beste Kombination. Aber der Körper nimmt sich den Schlaf, den er braucht. 

So genug vom meinen ersten Tag. Ich hoffe der Beitrag hat euch gefallen. Feedback’s sind jederzeit willkommen. 

Euer Ella 

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